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Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Hotelbeherbergungsvertrag

I. Geltungsbereich

1. Diese Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über die mietweise Überlassung von

Hotelzimmern zur Beherbergung, sowie für alle gegenüber dem Gast erbrachten Leistungen

und Lieferungen des Hotels.

2. Ergänzungen, Änderungen und Nebenabreden dieser Geschäftsbedingungen bedürfen zu

ihrer Rechtswirksamkeit der schriftlichen Bestätigung beider Vertragsparteien.

3. Die Unter- oder Weitervermietung der überlassenen Zimmer sowie deren Nutzung zu anderen

als Beherbergungszwecken bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Hotels,

wobei §540 Abs. 1S.2 BGB Abgeändert wird, soweit der Gast nicht Verbraucher ist.

II. Vertragsabschluss, Vertragspartner, Haftung des Abschlussvertreters, Verjährung

1. Der Vertrag kommt in der Regel durch schriftliche Reservierungsbestätigung des Hotels zustande.

Dem Hotel steht es frei in besonderen Fällen, gescheiterter Übermittlungsversuche der schriftlichen Erklärungen der

Vertragsparteien, bei kurzfristigen Zimmerbuchungen oder persönlichen Anfragen im Hotel

die Annahme der dann als Antrag des Gastes zu wertenden Reservierungsanfrage mündlich

zu erklären.

2. Die Vertragsparteien sind das Hotel und der Gast.

3. Hat ein Dritter für den Gast bestellt, haftet er dem Hotel gegenüber zusammen mit dem Gast

als Gesamtschuldner für alle Verpflichtungen aus dem Hotelaufnahmevertrag, sowie für

entstandene Schäden.

4. Soweit das Hotel im Rahmen des Vertragsverhältnisses Werkleistungen erbringt oder mit dem

Gast Verträge, über die Lieferung neu hergestellter Sachen abschließt, verjähren eventuelle

Ansprüche wegen Mängeln mit Ablauf eines Jahres ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn.

Für alle übrigen Ansprüche des Gastes beträgt die Verjährungsfrist sechs Monate.

Vorstehendes gilt nicht im Falle einer Haftung des Hotels für Schäden aus der Verletzung des

Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

Schadensersatzansprüche verjähren kenntnisunabhängig in fünf Jahren.

Die Verjährungsverkürzungen gelten nicht bei Ansprüchen, die auf einer vorsätzlichen oder grob

fahrlässigen Pflichtverletzung des Hotels, seines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen

beruhen; in diesen Fällen gelten diegesetzlichen Verjährungsfristen.

III. Leistungen, Preise, Zahlung, Fälligkeit, Abrechnung

1. Das Hotel ist verpflichtet, die dem Gast vereinbarten Leistungen (Anzahl der gebuchten

Zimmer und sonstige Leistungen) zu erbringen. Der Gast erwirbt grundsätzlich keinen

Anspruch auf die Bereitstellung bestimmter Zimmer oder Räumlichkeiten. Hiervon

abweichende schriftliche Übereinkünfte bleiben vorbehalten. Sollten vereinbarte bestimmte

Zimmer oder Räumlichkeiten nicht verfügbar sein, ist das Hotel verpflichtet sich um

gleichwertigen Ersatz auch außerhalb des Hauses, soweit dies zumutbar ist zu bemühen.

Das Hotel ist von seiner Verpflichtung zur Leistung frei, ohne Setzung einer Nachfrist, wenn

der Gast nicht bis spätestens 18:00 Uhr zum vereinbarten Anreisetermin nicht erscheint.

Wenn der Gast es nicht schafft bis zum vereinbarten Anreisetermin zu Erscheinen, können

abweichende Anreisezeiten Vereinbart werden. Ein recht hierauf hat der Gast jedoch nicht.

2. Der Gast ist verpflichtet, für die Zimmer und die von ihm in Anspruch genommenen weiteren

Leistungen, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden bzw. vereinbarten Preise des

Hotels diese sind in gesonderten Preislisten und im Übernachtungsangebot aufgeführt zu

zahlen. Dies gilt auch für vom Gast veranlasste Leistungen und Auslagen des Hotels an

Dritte.

3. Die angegebenen Preise schließen die jeweils geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuern ein.

Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer nach Vertragsabschluss durch den Gesetzgeber geht

bzw. erfolgt zu Lasten des Gastes.

4. Überschreitet der Zeitraum zwischen Vertragsschluss und Vertragserfüllung vier Monate und

erhöht das Hotel die in den Preislisten angegebenen Preise der angebotenen Leistungen, so

kann dieses den vertraglich vereinbarten Preis daran angepasst höchstens jedoch um 5% -

anheben. Das Hotel ist verpflichtet dem Gast oder dem verantwortlich zeichnenden Dritten

unverzüglich die Preiserhöhung schriftlich mitzuteilen.

5. Das Entgelt wird mit Rechnungslegung durch das Hotel, am Anreisetag in bar fällig.

Abweichende Regelungen können mit dem Hotel Vereinbart werden, ein Recht hierauf besthet jedoch nicht.

Nach Ablauf der genannten Frist, kommt der Gast ohne vorherige

Mahnung in Verzug. Die Höhe des Verzugschadens bestimmt sich nach den gesetzlichen

Bestimmungen.

6. Soweit eine Gruppenbuchung vorliegt, eine Reservierung wird ab einer Anzahl von 6

Personen als solche vom Hotel bezeichnet kann das Hotel von den für die Gruppenbuchung

verantwortlich zeichnenden Gästen und/oder Dritten gesamtschuldnerisch eine Anzahl von

maximal 80% des vereinbarten Preises verlangen. Im Falle einer unten, in der Klausel IV.,

dargestellten rechtzeitigen Stornierung der Zimmer, erstattet das Hotel eine etwaig bereits

vom Gast und / oder einem Dritten erbrachte Anzahlung abzüglich einer Bearbeitungsgebühr unverzüglich.

7. Gebuchte Zimmer stehen dem Gast von 14:00 Uhr am Anreisetag bis 11:00 Uhr am

Abreisetag zur Verfügung, es sei denn, etwas anderes ist schriftlich vereinbart worden. Soweit

der Gast das Zimmer am Abreisetag nicht rechtzeitig räumt, hat er bis 18:00 Uhr 50% des

vollen Logispreises zu zahlen; ab 18:00 Uhr 100% der Logiskosten. Dem Gast steht es frei

nachzuweisen, dass dem Hotel ein geringer oder gar kein Schaden entstanden ist.

8. Für durch den Gast, Verursachte Schäden, oder Verlust haftet dieser selbst. Bei Gruppenbuchungen,

haftet verantwortlich zeichnende Dritte (Organisator / Buchende) gesamtschuldnerisch mit allen Gruppenteilnehmern,

unabhängig ob er den Schaden selbst Verursacht hat oder nicht.

IV. Rücktritt des Gastes (Stornierung)

Reservierungen können bis 14 Tage vor dem vereinbarten Anreisetermin kostenfrei um- oder abbestellt werden.

Danach muss der Gast bei nicht in Anspruchnahme der reservierten Zimmer 80% der

Logiskosten tragen. Diese Stornierungsvereinbarung gilt nicht im Falle einer Gruppenbuchung (siehe oben in der Klausel III.Nr.6).

Eine solche kann nur bis 8 Wochen vor Anreise kostenfrei storniert werden.

Danach werden bis zwei Tage vor dem vereinbarten Anreisetermin 50% der Logiskosten vom Hotel in Rechnung gestellt.

Im Falle einer kurzfristigen Stornierung, ab zwei Tage vor dem

vereinbarten Anreisetermin werden 80% der Logiskosten vom Hotel in Rechnung gestellt.

Das Hotel bemüht sich, nicht in Anspruch genommene Zimmer nach Möglichkeit

noch anderweitig zu vergeben, um Ausfälle zu vermeiden.

Bis zur Anderweitigen Vergabe, haben der Gast und / oder der verantwortlich zeichnende Dritte für die Dauer des Vertrages,

unter Berücksichtigung der vorgenannten Kostenregelung, den errechneten Betrag zu zahlen,

es sei denn er weist nach, dass dem Hotel ein geringerer oder gar kein Schaden entstanden ist. Vertragsänderungen und Stornierungen bedürfen der Schriftform.

V. Rücktritt des Hotels

1. Sofern ein Rücktrittsrecht des Gastes und / oder verantwortlich zeichnenden Dritten vereinbart wurde,

ist das Hotel in diesem Zeitraum seinerseits berechtigt vom Vertrag zurückzutreten,

soweit der Gast und / oder verantwortlich zeichnende Dritte auf Rückfrage des Hotels diesem

gegenüber nicht auf sein Recht zum Rücktritt verzichtet.

2. Wird eine vereinbarte oder gemäß der Klausel III.Nr.6 verlangte Anzahlung auch nach einer

vom Hotel gesetzten Nachfrist nicht geleistet, so ist das Hotel zum Rücktritt vom Vertrag

berechtigt.

3. Ferner ist das Hotel berechtigt, aus sachlich gerechtfertigtem Grund vom Vertrag

außerordentlich zurückzutreten, wenn insbesondere:

- höhere Gewalt oder andere vom Hotel nicht zu vertretende Umstände die Erfüllung

des Vertragesunmöglich machen,

- Zimmer unter irreführender oder falscher Angabe wesentlicher Tatsachen gebucht

wurden,

- das Hotel begründeten Anlass zu der Annahme hat, dass die Inanspruchnahme der

Hotelleistungen den reibungslosen Geschäftsbetrieb, die Sicherheit oder das

Ansehen des Hotels in der Öffentlichkeit gefährden kann, ohne dass dies dem

Herrschaft- bzw. Organisationsbereich des Hotels zuzurechnen ist,

- ein Verstoß gegen die oben genannte Klausel I:Nr.3 vorliegt.

- Der Gast andere Gäste in Ihrer Ruhe stört, Einrichtungen mutwillig oder Fahrlässig beschädigt, Gäste oder Mitarbeiter beleidigt

- Der Verzehr von Mitgebrachten Speisen und Getränken ist unerwünscht und zur Aufhebung des Beherbergungsvertrages führen.

4. Bei einem berechtigten Rücktritt des Hotels entsteht kein Anspruch des Gastes und / oder

verantwortlich zeichnenden Dritten auf Schadensersatz.

VI. Haftung des Gastes, Pauschalierung von Schadensersatzansprüchen des Hotels wegen des

Verlustes des Hotelzimmerschlüssels

1. Der Gast haftet gegenüber dem Hotel für die von ihm verursachten Schäden. Selbst

verursachte Schäden an Zimmern, den Einrichtungsgegenständen und den sonstigen

Räumlichkeiten des Hotels müssen vom Gast unverzüglich gegenüber dem Hotel angezeigt

werden. Auch sonst festgestellte Beschädigungen oder Funktionsstörungen sind bitte

ebenfalls unverzüglich dem Hotel zur Kenntnis zu bringen.

2. Für den Verlust oder die Beschädigung des an den Gast ausgehängten Schlüssel wird diesem eine Pauschale von 50,00 € in Rechnung gestellt.

Dem Gast steht es frei nachzuweisen, dass dem Hotel ein geringerer oder gar kein Schaden entstanden ist.

3. Für durch den Gast, Verursachte Schäden, oder Verlust haftet dieser selbst. Bei Gruppenbuchungen, haftet der verantwortlich

zeichnende Dritte (Organisator / Buchende) gesamtschuldnerisch mit allen Gruppenteilnehmern,

unabhängig ob er / sie den Schaden selbst Verursacht hat / haben oder nicht.

VII. Haftung des Hotels

1. Das Hotel haftet für die von seinen gesetzlichen Vertretern oder Erfüllungsgehilfen

verursachten Schäden nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit; soweit eine Verletzung von

wesentlichen Vertragspflichten (Kardinalspflichten) im leistungstypischen Bereich oder von

Leben, Körper und Gesundheit vorliegt, auch für eine mittlere oder leichte fahrlässige

Pflichtverletzung.

2. Für eingebrachte Sachen haftet das Hotel dem Gast nach den gesetzlichen Bestimmungen.

Die Haftungshöchstgrenze beträgt hierbei bis zum hundertfachen des Zimmerpreises,

höchstens aber 3.500,00 € sowie für Geld und Wertgegenstände bis 800,00 €.

Ein Hotelsafe steht dem Gast nicht zur Verfügung. Die Haftungsansprüche erlöschen, wenn der Gast nicht

unverzüglich nach Erlangen der Kenntnis von dem Verlust, der Zerstörung oder der

Beschädigung dem Hotel Anzeige macht (§703 BGB).

VIII. Sonstiges

1. Weckaufträge werden vom Hotel mit Sorgfalt ausgeführt. Es gilt die in der Klausel VII.Nr.1

aufgeführte Haftungsbeschränkung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

2. Nachrichten, Post und Warensendungen für den Gast werden sorgfältig behandelt. Das Hotel

übernimmt die Zustellung, Aufbewahrung und auf Wunsch die Nachsendung gegen

Entgelt. Es gilt ebenfalls die in der Klausel VII.Nr.1 aufgeführten Haftungsbeschränkungen.

IX. Schlussbestimmungen

1. Erfüllungs- und Zahlungsort ist Wendefurth.

2. Ausschließlicher Gerichtsstand ist im kaufmännischen Verkehr der Sitz des Hotels,

sofern der Vertragspartner die Voraussetzung des §38 Abs.1 ZBO erfüllt.

3. Es gilt deutsches Recht.

(Salvatoresche Klausel)

- Sollten einzelne Bestimmungen dieser allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Hotelaufnahme

unwirksam oder nichtig sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen

Bestimmungen nicht berührt. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Vorschriften.

Stand: 01.07.2005